Erste Erfahrungen mit Schneeschuhen an unseren Füßen – Mit Sicherheit nicht die Letzten!

Heute nutzten wir den anklopfenden Frühling, um mal was ganz Neues auszuprobieren – Schneeschuhwandern. Dazu wählten wir den Feuerkogel als Ziel, der eignet sich hervorragend um erste Eindrücke zu sammeln und dazu auch noch Gipfelluft zu schnuppern, da man problemlos die Schneeschuhtrails an der Bergstation der Seilbahn nutzen kann. Aber fangen wir von vorne an…

Auch wenn das frühe Aufstehen heute gar nicht leicht war, ausgezahlt hat sich das auf jeden Fall! Zwischen lauter Schifahrern, die noch die Frühlingsschitage genießen wollen, besorgten wir uns an der Talstation ein Schneeschuh-Kombiticket, das inkludiert die Berg- und Talfahrt mit der Seilbahn Feuerkogel sowie das Ausleihen der Schneeschuhe und Stöcke, die man bei Ankunft an der Bergstation erhält (Kosten: 27,50€ pro Person). Mit einer kultigen Seilbahn geht’s dann nach oben und beeindruckende Panoramen mit Blick auf den Traunsee und Traunstein erstreckten sich vor uns. Spätestens da war die Müdigkeit wie weggeblasen.

Am Feuerkogel gibt es 5 verschiedene beschilderte Trails in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und zusätzlich einen „Schnupper-Trail“, um sich mit dem Arbeitsgerät vertraut zu machen. Die Trails 1-3 (die einfacheren) lassen sich auch großartig zu einer schönen Runde kombinieren, mit 2 Gipfelsiegen am Weg. Für diese Variante entschieden wir uns schlussendlich.

Auch die ersten Gehversuche machten richtig Spaß!

Nach ein paar zaghaften Schritten stellte sich heraus, dass das Herumlaufen mit den Schneeschuhen echt gut funktionierte und wir starteten gleich voll drauf los! Leider in die falsche Richtung, wie sich rausstellte… Anstatt an den Gasthäusern vorbei ein Stück nach oben zu marschieren, folgten wir ein paar irritierend angebrachten Hinweisschildern und liefen eine Schipiste runter, die wir dann umgehend wieder nach oben stapfen durften. Doch das tat unserem Tatendrang keinen Abbruch und war ein tolles Aufwärmprogramm für das, was noch vor uns stand.

Wir folgten den Trails 1 + 2 bis zur Einsattelung zwischen vorderem und hinterem Edeltal. An einer Kreuzung konnten wir wählen, ob wir den Rundweg weitergehen wollen, oder einen Abstecher zum Alberfeldkogel (Trail 2) einlegen möchten. Den Gipfelsieg beim Europakreuz wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, was uns in Summe cirka eine Stunde länger laufen ließ. Dafür wurden wir mit diesem Blick auf den vorderen der Langbathseen belohnt.

Ausblick auf den Vorderen Langbathsee

Der Vordere Langbathsee

Das Europakreuz am Alberfeldkogel

Das Europakreuz am Alberfeldkogel

Nach kurzer Stärkung stapften wir (und teilweise rodelten wir am Hintern) etwas abseits des Trails wieder zurück zur Kreuzung, um dem Trail 3 weiter zu folgen. Natürlich hätten wir denselben Weg wieder zurückgehen können, doch die Abenteuerlust packte uns!

Auf dem Rundweg plauderten wir mit ein paar anderen Wanderern, die uns empfahlen unbedingt auch den Helmeskogel mitzunehmen, weshalb wir auch hier die Abzweigung zu Trail 1 nahmen. Auch hier kann man für den Weg eine viertel Stunde dazurechnen, aber die nimmt man gerne in Kauf! Für trittsichere und schwindelfreie Wanderer empfiehlt sich auch am Gipfelkreuz vorbei zu der Aussichtsplattform zu stapfen (hier ist vor allem auch viel weniger los!).Gipfelsieg am Helmeskogel Die Aussichtsplattform am Helmeskogel

Wieder zurück auf Trail 3 ging es erstmal ein Stück bergab, die Sonne stand inzwischen am höchsten Punkt und heizte uns ordentlich ein. Der Trail endet plötzlich auf einer Schipiste und ab hier nahm man es mit der Beschilderung auch nicht mehr so genau. Am oberen Ende der Piste konnte man die Bergstation erahnen, doch den besten Weg dahin, mussten wir uns selbst bahnen. Doch schon von der Ferne lockte das Feuerkogelhaus, wo wir abschließend einkehrten und vor der Rückkehr ins Tal neben den kräftigen Sonnenstrahlen auch eine äußerst gute und preiswerte Küche genossen. Alles in Allem waren wir 3,5h trotz Verlaufens gleich zu Beginn unterwegs und legten cirka 450 Höhenmeter zurück.

Für wen ist das Schneeschuhwandern geeignet?

Schneeschuhwandern an sich ist auf jeden Fall für alle die gern Wandern und die Natur genießen geeignet. Speziell bei guten Verhältnissen und solch wunderschöner Kulisse trugen uns die Beine noch einen Deut leichter. Jedoch sollte man die Anstrengung nicht total unterschätzen, das Gewicht der Schneeschuhe macht sich doch bemerkbar und sorgt für zusätzliche Anstrengung im Vergleich zu einer normalen Wanderung. Das tolle an den Trails am Feuerkogel ist, dass man während der Tour immer spontan entscheiden kann, ob man den Extra-Weg zum Gipfel noch anhängt, oder ob man den lieber außen vor lässt und die Runde fertig geht.

Auf jeden Fall sorgte die Tour für echte Vorfreude auf die kommenden Wanderungen, wir können die weiteren Abenteuer schon gar nicht mehr erwarten!

Habt ihr schon Erfahrungen mit Schneeschuhwandern gemacht? Oder seid ihr schon in Sommerstimmung und habt die Winterjacken weggepackt?

Lasst uns auf alle Fälle die Natur genießen! Schöne Tage und bis bald,
Viki & Alex